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SPAREN


"Es gibt kein unpolitisches Sparen. Auch die gegenwärtige Magerkur für die Hochschulen ist mit zielgerichteten Konzentrations- und Differenzierungsprozessen verbunden, denen jeweils implizite wissenschaftspolitische Annahmen und Prioritätensetzungen zugrundeliegen. [...] Der strukturelle Zwang zur Unterscheidung von 'wichtig' und 'weniger wichtig' bzw. von Kern- und Randaufgaben der Hochschulen führt nun geradewegs dazu, daß die tradierte Machtverteilung innerhalb des Wissenschaftsapparates noch gestärkt wird.

Anders ausgedrückt: Die 'ideologische Form' des Sparens besteht darin, 'das institutionell Übliche zum Standard zu erheben bzw. zu verkehren ...' (Fried, Kaindl, Markard 1995, 162). So werden etwa Frauenforschungsprojekte gestrichen oder es geraten die Sozial- und Geisteswissenschaften an Technischen Universitäten unter besonderen Legitimations- und Kostensenkungsdruck. Ein ebenso konsequenter Ausdruck aktuellen Gesundschrumpfens ist die 'Zusammenlegung' von Parallelinstituten, die infolge von 'Sezessionen' in den frühen 70er Jahren entstanden sind, welche sich aus konkurrierenden Wissenschaftskonzepten und Ansätzen der Studienreform ergaben."
(Bultmann1997)


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