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5. JADG und NAHRUNGSMITTEL (Alltag)


das offene Ohr - elektronische Beiche (Zwischen 500- und 2000mal am Tag)


Ein Haus, eine Wohnung, ein Hotel- oder Motelzimmer irgendwo im Lande: schön und komfortabel, eine trostlose Wohnhölle. Fix und fertig oder außer sich vor Wut oder schlichtweg kurz vorm Durchdrehen geht jemand an den Kommunikator und tippt die bekannteste Nummer des Kontinents: die zehn Neunen, die eine Verbindung zum Offenen Ohr herstellen. Und spricht zu einem erhellten, aber leeren Bildschirm. Es handelt sich um eine Dienstleistung. Da das Offene Ohr keine Bußen auferlegt, taugt es mehr als die Beichtkabinen. Es erhebt keine Gebühren und ist daher für jeden erschwinglich, der sich keinen Psychiater leisten kann. Weil es keine Ratschläge erteilt, ist es viel angenehmer als das ewige Diskutieren mit diesem Hurensohn (oder dieser Hurentochter), der (die) glaubt, er (sie) wisse auf alles eine Antwort und redet und redet und redet, bis man SCHREIEN möchte. In gewisser Weise ähnelt es dem Gebrauch des I Ching. Es ist ein Mittel, um die Aufmerksamkeit auf die Realität zu konzentrieren. Vor allem jedoch bietet es ein Ventil für all die Frustration, die man lange zu unterdrükken versuchte, aus Furcht, daß Freunde und Bekannte, ließe man sich etwas anmerken, das Versagen nennen könnten. Für manche Unglückliche muß das Offene Ohr eine große Hilfe sein. Die Selbstmordrate bleibt konstant.
(John Brunner: Der Schockwellenreiter, München 1979, OT: The Shockwave Rider, 1975, S. 70-71)

Die Kybernetik des Alltäglichen

Digitaler Dreck bringt Gegenvisionen zum digitalen Code hervor, indem er die Kybernetik des Alltäglichen privilegiert. Dabei geht es nicht nur um das Alltägliche der Gegenwart und der Zukunft, sondern auch um das Alltägliche der Vergangenheit - alte prophetische Stimmen werden nach dem abgelauscht, was sie uns über >andere< Technologien des Andersseins zu sagen haben.
In ihrem Buch Eight Technologies of Otherness theoretisiert Sue Golding solche >anderen< Technologien, die nichts mit Technologie als einem Schlachtfeld der instrumentalen Vernunft zu tun haben, sondern eher Überlegungen entsprechen dürften, wie sie Foucault in seinen Tagen im Deadh Valley angestellt haben könnte: Technologie als >Techne<, als praktischer Wegweiser, als eine Möglichkeit, der Verschleierung der Identitätspolitik mit ihrer Überprivilegierung der binären Logik zu entkommen und nicht von Differenz zu reden, sondern von den indifferenten Technologien des Wohnens, des Lärms, der Verschmutzung, der Grausamkeit, der Neugier, des Appetits, der Haut, des Nomadismus - Technologien des Andersseins. Wie Golding sagt: »Was, wenn wir aufkören müßten, die Wunden zu sterilisieren? Was, wenn wir einräumen müßten, daß die sogenannten tiefen und brutalen Schnitte der Bedeutung, der Wahrheit, des Todes, der Identität - das >wer wir sind< und das >was wird aus uns werden?< derWissenschaft und des Lebens -unter ihrem eigenen blut- und geschlechtslosen Gewicht zusammengebrochen sind?« Technologien des Andersseins also, des Wohnens, des Verschmutzens, des sich Bewegens, des Lärmens, des Neugierig-, Grausam-, Vielfachseins im Tal der Kybernetik des Alltäglichen.
Warum nicht also auch Technologien des Verschwindens, um das tiefe Gedächtnis und die tiefe Zeit lebendig zu erhalten? Eine grandiose einheitliche Theorie der Prophezeiung im Chaos einer ungeschlachten elektronischen Kultur? Niemand hört zu, außer vielleicht die rastlosen Geister der Verschwundenen und natürlich der Tag und die Nacht und der Mond und der Adler und der trickreiche Rabe und müdes, wirklich müdes menschliches Fleisch. Animismus ist nichts, dessen man sich schämen müßte. Animismus ist unterdrücktes Wissen, das verbotene Auge, die Eintrittskarte zurWahrheit der Prophezeiung, des mythischen Sprechens.
(Arthur und Marilouise Kroker: Das Biotech-Auge, in: Michael Erlhoff, Hans Ulrich Reck (Hg.): Heute ist Morgen. Über die Zukunft von Erfahrunge und Konstruktion, Katalog anläßlich der gleichnahmigen Ausstellung in der Kunst, - und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, Ostfildern-Ruit, 2000, S. 57)

Werbung für ein Nachkriegs-Utopia


Angesichts geradezu utopischer Werbeversprechen mahnt die Aufsicht über die US-Werbeindustrie die Firmen zu mehr Zurückhaltung.
Trockenmilch im Karton, Eier, die einen Monat frisch bleiben, Brot und Sahne, die nie schimmeln, Städte ohne Smog, Bekleidung aus Wolfsmilchgewächsen, Kochen mit Infrarot, Plastikautos, Einkauf durch den Fernseher, persönliche Atomgeneratoren, die den Strom erzeugen, der die Jacken aufwärmt oder abkühlt, Abschaffung des Schnupfens, Plastikflugzeuge, Zeitungen, die aus dem Fernseher kommen, Landwirtschaft ohne Ungeziefer, stromlinienförmige Küchen, überhaupt eine Welt ohne Ecken, Städte, die dahinschmelzen wie Dalis Camembert-Uhren...
Nein, das gibt es nicht nur in den SF-Heftchen zu sehen, das findet sich in so biederen Zeitschriften wie BetterHomes and Gardens. Und Mrs. Smith malt sich schon aus, was die Familie sich nach dem Krieg alles anschaffen wird. Aber noch ist es erst I943, und von den Fließbändern rollen nicht Limousinen, sondern Armee-Jeeps. Der amerikanische »Advertising Council«, die Aufsicht über die Werbeindustrie, muß die Firmen immer wieder daran erinnern, daß der Krieg noch nicht vorbei ist und Utopia noch nicht angebrochen. Und manche Zeitung macht sich lustig über die traumtänzerischen Vorstellungen von einem Zweistunden-Arbeitstag, vom Fernsehen und elektrischen Skatkarten-Mischgeräten, vom Familienflugzeug.
Traumtänzerisch? Das Luftfahrt-Zeitalter steht bevor! 6 Prozent der amerikanischen Bevölkerung verdienen genug, um sich eine »familiy car of the air« leisten zu können. Und fast die Hälfte dieser Privilegierten gibt in einer Befragung an, daß sie durchaus die Absicht haben, sich einen kleinen Flieger in den Vorgarten zu stellen. Etwa die Hälfte der Twens will nach dem Führerschein auch einen Pilotenschein erwerben! Cessna entwirft bereits die Familienluftkutsche - mit einem beruhigend altmodischen Automobil-Innendesign. House and Garden, die Konkurrenz von BetterHomes and Gardens, informiert die Leser über Flugplätze und rät ihnen, bei der Planung eines neuen Häuschens die kleine Landebahn nicht zu vergessen. Aber das ist vielleicht schon wieder kurzsichtig. Igor Sikorsky, der gerade die ersten Hubschrauber an die Army verkauft hat, trumpft lautstark auf: Er will einen Familienhelikopter bauen, 125 Meilen in der Stunde schnell und die Lösung des lästigen Landeplatzproblems. Das Uberland-Busunternehmen Greyhound bestellt allerdings nicht bei ihm, sondern bei United Aircraft hubschraubende Luftkleinbusse. Goodyear verkündet, daß ein neues Zeppelin-Zeitalter anbrechen wird, und zieht Pläne für einen »Luxury Liner of the Future« aus der Schublade.
Das Auto steht bei diesen Träumen eindeutig Pate. Man kann es sich ausmalen: A11 die kleinen Angestellten, die Fließbandarbeiter, Handelsreisenden und nicht zu vergessen die Teenager, die sonst am Wochende mit ihren Fords und Cadillacs die Gegend unsicher machen, steigen in ihre Cessnas, Sikorskys und Pipers und schwirren ins Blaue. - Und schon ist er da, der Stau in der Luft, der schon im Filmmusical Just Imagine (I930) ZU sehen war.
Nichts scheint unmöglich! Die Werbung treibt seltsame Blüten in diesem Jahr. Neben den ersten Nylon-Strümpfen werden P-5I Mustang Jagdflugzeuge und ShermanTanks angepriesen, die gewiß nicht jeder für die Fahrt zum Büro benutzen wird. Die Elektronikfirma Philco bringt in der Zeitschrift des Rundfunk-Einzelhandels, Radio and Television Retailing Today, Werbung für fernsehgesteuerte Gleitflug-Bomben und Radar, made by Philco natürlich. Tenor: Wir helfen den Krieg gewinnen. - Kann es eine bessere Image-Werbung geben? Einen schlagkräftigeren Beweis für die technologische Leistungsfähigkeit? Der faschistische Bomber stürzt ab: »Abgeschossen durch das Fernsehgerät, daß Sie heute nicht verkaufen können. Aber eines Tages !«
Auch die Konkurrenz, die Farnsworth Television and Radio Corp., schläft nicht. Was wird passieren, wenn die größte Nation den größten Krieg gewonnen haben wird? Wenn eine gigantische, auf Hochtouren laufende Rüstungsindustrie auf zivile Produktion umstellt? Wenn die GIs heimkehren und die Familien wieder ungehemmt shoppen gehen? Ganz klar: Es kommt der große Durchbruch für die Konsumwaren der Zukunft! »Heute arbeitet Farnsworth 100%ig an Präzisionsausrüstung für die Streitkräfte. [...] Werbung bereitet den Boden für Verkauf. Die ganze Kraft der Werbung von Farnsworth ist jetzt darauf gerichtet, einen Nachkriegsmarkt für neue Produkte zu erzeugen.« Zukunft made in USA ist ein Produkt von Designern und Werbefachleuten. »Tomorrow, you'll be selling magic.«
(Angela Steinmüller; Karlheinz Steinmüller: Visionen 1900 2000 2100. Eine Chronik der Zukunft, Hamburg 1999, S. 130-131)

Bilderstürmer: Antiimagos

Und während er seinen Kopf als winzige Maske ins linke obere Ecke des Monitors zurückzog, um mich von dort im Auge zu behalten, spielte er mir die von der Festplatte WELT herauwirbelnde Pyramide vor, ließ nacheinander in ihrem Liniengerüst Bausteine aufleuchten, aus denen sich in unaufhörlicher Folge Filme entwickelten, eine Art rasenden Reiseführer bot er mir dar, und überall waren dieselben Aktionen zu sehen: auf den grünen Plateaus neben der Schlucht von Islands Godafoss überfiel ein Antimagisten-Kommando die Reisenden, Kameras flogen in hohem Schwung dem Wasserfall entgegen, gingen [205] in seinen Regenbogenschwaden und gewaltigen Gischtbergen unter, die sich langsam zu Schwefelwolken plusterten, vom Schlund des Vulkans Nakadake fauchten sie zum Himmel, während ganze Schulklassen und Reisegruppen verängstigt ihre lichtbildnerischen Ausrüstungen über den Kraterrand in den kochenden Schlamm der Tiefe schleuderten; aus den Wolkenschatten kondensierten sich Kirchenbänke, in der düsteren Kathedrale von Santiago dc Compostela hockten eingeschüchterte Touristen und warfen ihre Fotoapparate in Kartoffelsäcke, die von den antimagistischen Schwarzmützen durch die Reihen getragen wurden wie gigantische Klingelbeutel, während in den oben das Kirchenschiffumlaufenden Gängen Bewaffnete standen und ihre Pumpguns auf die internationale Gemeinde richteten; kaum war diese Kollekte vorober, plumpsten von einem, aus dem Altar stechenden Nilschiff, auf dem eine Delegation des Sony-Konzerns sich vergnügen wollte, die exquisitesten Videogeräte und Digitalkameras ins lehmbraune Wasser, durch dessen brodelnde Fläche jäh der schwarzgrüne Riesenbuddha von Kamakura auftauchte und in den grauen japanischen Himmel ragte, von einem Lichtrand umgeben [...]
(Gert Heidenreich: Die Nacht der Händler, München, S: 204-205)

Die künstliche Geliebte (de L'Isle-Adam-E. T. A. Hoffmann)


Villiers de L'Isle-Adam hat seine künstliche Eve future ( 1886), die als Ersatz für eine betrügerische Frau konstruiert wird, in erster Linie als lebensechte optische Gestalt konzipiert. Sprache verleihen dem Automaten phonographische Platten, ein Gehirn bzw. ein intelligentes Steuerungssystem besitzt er nicht. Die Puppe ist wie auch E. T. A. Hoffmanns Olimpia im Sandmann (1817) und wie das Phantom La Stilla bei Verne eine rein ästhetische Simulation der perfekten Frau. Die Attraktivität dieser weiblichen Automaten besteht in der puren Erscheinung, Denkvorgänge sind dabei überflüssig sie wären sogar störend.
Die zweite Art von Automaten, die die Epoche imaginiert, sind Kampf-maschinen. Auch sie können des Denkens entbehren, aber sie benötigen die Fähigkeit, auf Sinnesdaten zu reagieren. In John Merrimans Künstlichen Menschen 30 setzt Edison durch elektrische Wellen ferngesteuerte Automaten 31 im Kampf gegen die durch Vivisektion und Biotechnik erzeugten, auBer Kontrolle geratenen Tiermenschen und Chimären ein. Während das von Edisons Assistenten konstruierte, nicht funktionierende Vorläufermodell von einem Phonographen gesteuert und daher fix vorprogrammiert war, haben Edisons Automaten die ,,ankonstruierte" (217) Fähigkeit, Hindernisse wahrzunehmen und ihnen aus dem Weg zu gehen. Edisons Sendeapparat für die zusätzliche Fernsteuerung gleicht einer Schreibmaschine. Das neue Instrument zur Aufzeichnung der literarischen Imagination und das imaginierte Automatensteuerungsgerät sind eins. Was als Domäne der Literatur galt: die imaginäre Produktion von Menschenbildern, wird, in der Realisation des künstlichen Menschen, von der Technik übernommen...

30 John MERRIMAN: Thomas Alva Edison, der große Erfinder. Bd. 3: Die künstlichen Menschcn Berlin [1908].
31 Im Gefolge der Erfindung der drahtlosen Telegraphie durch Marconi ( I894) entwickelt sich die Technik der elektronischen Femsteuerung. Vgl. dazu etwa den zeitgenössischen populärwissenschaftlichen Beitrag: Elektrische Eemsteuerung. In: Das neue Universum. 31. Jg. 1910, S. 311-313.
(Roland Innerhofer: DEUTSCHE SCIENCE FICTION 1870-1914. Rekonstruktion und Analyse der Anfänge einer Gattung, Wien 1996, S. 4l0)

Immaterialität und Unsichtbarkeit (Körperübertragung)


Die Immaterialisierung des Kommunikationsmediums durch die Funktechnik beförderte die literarische Imagination einer interplanetarischen Kontaktaufnahme mit außerirdischen Intelligenzen. In Mac Milfords Reisen im Universum von Oskar Hoffmann verständigen sich die Mondreisenden mit der Erde durch drahtlose Wellentelegraphie.107 Aber auch die Mondreise wird analog zur funktelegraphischen Nachrichtenübertragung bewerkstelligt. Der Reisende wird durch das ,,Atomistikum" in Atome zerteilt und arn Zielpunkt wieder zusammengesetzt. Auf eine ähnliche, wissenschaftlich ebenso unwahrscheinliche Art erfolgt in Otto Schultzkys ,,Weltraum-Roman" Modernismus 108 die ,,intersternige Transmission" (I,126): Die Körper werden ,,zu Atomen zerstoben" (I,185), diese fügen sich auf einem anderen Stern wieder zu den ursprünglichen Körpern zusammen. Die Immaterialisierung der Informationsvermittlung durch elektromagnetische Wellen wird in der literarischen Imagination zum Muster einer körperlichen Transmission. Atome können sich nach dieser Vorstellung wie elektromagnetische Wellen im Raum fortbewegen. Ein Organismus kann in Atome zerlegt und an einem anderen Ort wieder zusammengesetzt werden, wie beim Fernsprechen oder Fernsehen der Ton und das Bild in elektrische Signale verwandelt und vom Empfänger wieder in akustische und optische Signale zurückverwandelt werden. Bei Waldemar Schilling sind radioaktive Strahlen das Vehikel einer Marsreise. 109 Der Held wird, nachdem er von der österreichischen Regierung drei Kilo Radium für Forschungszwecke erhalten hat, von den emittierten Elektronen erfaßt und mit einer Geschwindigkeit von 160.000 Kilometer pro Sekunde durch den Weltraum geschossen. Im Verlauf dieser ,,Reise" verwandelt sich der Körper des Ingenieurs in einen zehn Kilometer langen, aus Elektronen zusamngengesetzten Astralleib. In trivialisierter Form macht sich der Autor den Dualismus von Wellen- und Teilchenbild in der physikalischen Theorie des Elektromagnetismus zunutze. Wie elektromagnetische Wellen zur Nachrichtenübertragung verwendet werden können, so können die ausgestrahlten Elektronen auch Körper ,,übertragen".
Nicht weniger abstrus sind die wissenschaftlichen Erklärungen in Schillings unter dem Pseudonym Ferdinand Kringel veröffentlichter Erzählung Die Diamantenjagd im Weltraume. 110 Hier vertritt der Ingenieurheld die Theorie, daß Sternschnuppen Diamanten enthalten. Dies beweist er mit dem von ihm erfundenen ,,Radiumapparat":
Mit diesem konnte ich die Ausstrahlungen, die das Radium in Form von Billionen Elektronen in jeder Sekunde in das Universum schleudert, in beliebige Fernen verlängern. Es war mir deshalb ein leichtes, auch die Sternschnuppen über mir mit Radiumstrahlen zu treffen. Waren sie Diamanten, so mußten sie unter der Bestrahlung in eigentümlichem, phosphoreszierendem Glanze aufleuchten, wie man dies bei irdischen Diamanten tagtäglich beobachten kann. (31 )
107 Oskar HOFFMANN: Mac Milfords Reisen im Universum. Von der Terra zur Luna oder Unter den Seleniten. Astronomische Erzählung. Mit 60 Illustrationen von Erik Brändel. Papiermiihle b. Roda S.-A. 1902.
108 Otto SCHUL1ZKY: Modemismus. Ein Weltraum-Roman. 2 Bde. Potsdam 1911 und 1913.
109 Wald[emar] SCHILLING: FünfJahreaufdemMars. Phantastischer Roman, Kattowitz u a. [1913].
110 Ferdinand KRINGEL [Waldemar SCHILLING]: Die Diamantenjagd im Weltraume. Heilbronn a. Neckar [ 191 1]. (= Bücherei fürs Deutsche Haus, Bd. 1.)
(Roland Innerhofer: DEUTSCHE SCIENCE FICTION 1870-1914. Rekonstruktion und Analyse der Anfänge einer Gattung, Wien 1996, S. 444-445)

Cyberspace: Telefongespräche, Messages, Identität

»Ja, Cyberspace«, sagte er jetzt zu allen gewandt. »Es ist wie eine Erweiterung unseres Umfeldes bis zu den Sternen. Man sitzt in seinem Zimmer und ist doch in Japan. Unser Geld ist im Cyberspace, unsere Telefongespräche finden dort statt, unsere Messages werden dort gelagert; eigentlich befindet sich unsere ganze Identität dort. Es gibt keine ausgefransten Enden, keine wirren Emotionen, alles ist klar und logisch. Es ist eine Welt, die noch unverkorkst ist. Und ich möchte dort meine Zeichen setzen. Ich kann mich nicht mehr davon trennen.»
(David Bischoff: Hackers, Der Roman zum Film nach einem Drehbuch von Rafael Moreu, München 1996, OT 1995)

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