Diese Versuche scheinen an die Medien- und Netzwerkutopien der 70er Jahre und an das Konzept des Metadesign eines elektronischen Lebensraumes von Mobile Image gleichermaßen anzuschließen: 24-stündiges Live-Programm, das durch permantes Feed-Back in den Lebensalltag eines virtuellen Marktplatzes des globalen Dorfes zurückgekoppelt wird. Die Zentral-Perspektive des Null-Mediums Fernsehen (mit dem Enzensberger später das Ende seiner Träume von der Revolutionierung der Massenmedien besiegelt) verschiebt sich in ein Netzwerk verteilter Einspeisungsknoten.
Die dramatischen Strukturen vernetzer Interfaces als neues Paradigma von Alltagsleben, Unterhaltung, Gesprächskultur, Wisensproduktion ... oder lediglich eine Erweiterung des alten repräsentativen Konzepts von Theater, Schaubühne, Guckkasten, Game-Show ?
Reiner Konsum einer Simulation - "Auflösung des Fernsehens im Leben, Auflösung des Lebens im Fernsehen: Sie sehen kein Fernsehen mehr, das Fernsehen schaut ihnen beim Leben zu [...]" (Baudrillard 78b, 49, 47) - oder Eintreten in einen Simulationsraum als utopisches Szenario einer telematisch-vernetzen Umwelt?

Systemintegration Hypertext Zugangsberechtigung Interface

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