
Bali Kino
Störungen, als Entkopplungen, ...Wiedereinführungen des Mediums in die Ordnung ikonisches Erscheinen figurieren, der entropische Blick (er)findet im weißen Rauschen das (paradoxe) Figurieren,.... >
*Lieben sie Reizwörter?
*Woher Begrifflichkeiten, warum geballte Nutzung , gibt es eine Erotik in der Mediensprache der Medientheorie?
*Wieviel Wahrnehmung braucht die Medientheorie?
Eigene Qualität der Medien -> Auswirkung in Qualität und Struktur der Künste durch Art und Außmaß ihrer Darstellungs- und Verbreitungsmöglichkeiten? >
*Kommt den jeweiligen Medien eine eigene ästhetische Qualität zu?
*Wenn man über Medien nachdenkt, welche Qualität des Denkens kommt dem jeweiligen Medium zu? (wie man denkt) *Welche Qualität kommt dem Denken als Medium zu?
Bali Kino
Flaneur in den virtuellen (seltbst dynamischen) Informationsarchitekturen interaktiver Medien >
*Flanieren und/ als Navigieren in Datenräumen - Ästhetik des Flanierens durch entschiedene Navigation?
*Flaneur ist durch die Schaufensterscheibe von der Warenwelt getrennt, was ist die Scheibe des Datenraums, was die Ware? Warenwelt/kaufbarer Schauwert?
*Wenn das Denken als Flanieren beschrieben wird, wo verweilt man und wo geht man achtlos vorüber.
Panel D1
Inszenierung des Zeigens >
Martin Sturm: Fluß ohne Wiederkehr. Ausstellungen im digitalen Zeitalter
Computer als beziehungslose Hülle für Prozesse die woanders stattfinden >
Panel D2
Panel B1
*Wenn Darstellungen medienabhaengig und nicht abbildungsabhaengig sind, was bedeutet das für die Medientheorie?
*Welche Aporien zeigen sich?
Eine Photographie läßt sich weder ihrem Autor noch ihrem Gegenstand zuschreiben. Vergeblich versucht dieser, seine Signatur oder aber jener, seinen Abdruck zu hinterlassen. Vielmehr projiziert die Photographie in vollem Licht endlos das Fluidum, in das sie beide eintaucht. Die Photographie leugnet die Identifikation. Sie beruft sich auf die Repräsentation, die das Abbild, an dem sie selbst festhält, verzehrt. Über die Photographie als eine Kunst, die die Relikte aus der Wirklichkeit als störende Elemente wiederaufbereitet. Über die Photographie als ein Mittel, in die Nacht einzutreten, um zu sehen, - was nicht zu sehen ist. Alain Fleischer benützt Bildschirm und Papier, Literatur und Photographie zugleich und zeigt, daß »nichts geht« (»rien qui aille«). Er geht davon aus, daß man sehr wohl versteht, daß es sich nicht um das Phänomen Ähnlichkeit handelt - weder hier noch anderswo.
Vortrag in deutscher Sprache
Lovink:
*Die Gemachtheit/ Methoden deutscher Medientheorie (Osnabrück) - ein Rezept, man nehme....
Schultz:
*Netzkritik als zeitlich begrenzte Übung in taktischer Negativität > Wie sieht die Strategie aus? Wie kommt man zu solch einer Strategie? Warum ist sie notwendig geworden?
Die Hochzeit der Medienhybride scheint vorüber: Bild und Institution, Netz und Glauben, Körper und Maschine, Cyber...Beliebiges. Es gibt kaum einen Begriff, der nicht versuchsweise an die Visionen einer Online-Welt gekoppelt wurde. Die »Promiskuität der Begriffe« (Sjerpstra) kommt zur Blüte, bald steht die Ernte bevor. Nun wird Bilanz gezogen und die Spekulation mit den kulturellen Vorräten beginnt. Wie bereitet man sich auf die einsetzende Abkühlung des Netzdiskurses vor? Wie lassen sich institutionelle Anschlüsse und pragmatische Konsensfelder finden? Wird es zu einem heißen Herbst kommen oder werden wir schließlich in der lauwarmen Langeweile der Massennetze versinken?
Vortrag in deutscher Sprache
Richard Mucha: Wartesaal
Georg: Snapshot, Panel A2!
*Normativität und die Frage nach den Denkzwängen, Zwangsdenken und einem möglichen kreativen Umgang damit (Stichwort Eigensinn)
The so-called New Media are rapidly gaining a history which brings with it a rush towards calcification of received ideas. Yet they continue nevertheless to provide an arena for the challenge of old assumptions. In the migration from the known to the unfamiliar, always a process of the making and the unmaking of meanings, practitioners create and at the same time learn from this history, using the new technologies as instruments of inquiry into what we think we know, a necessary scrutiny of the basic epistemology of everyday life. Two key subjects of my own inquiry, the forces and impact of migration and the bureaucratization of experience, converge and find a curious echo in the analog-to-digital media migration. In making this journey we findourselves thematically and conceptually inside exile, in the non-place of the »Haus der bereiten Türen«, facing the transient's task of watering and cultivating the desert. (»Dann bin ich den Türen nah / Türen zum Nicht-Haus-Haus./ Haus der bereiten Türen / Dann gehöre ich dem Exil./ Ganz.« From Gastling, the poems of josé Oliver, 1993.)
Vortrag in englischer Sprache
Transfer, Translation, Interference: Thinking the Void of Difference
Bernhard Siegert/ Axel Roch: Eine Maschine die Maschinen verfolgt
Panel E2
Spieltheorie als Teil der Medientheorie
Medien fangen Subjekte nach Maßgabe ihrer spezifischen Codes ein; sie lassen Subjekte im Seinsmodus der Verfolgung agieren. Theater, Literatur, Film und Radio haben so jeweils historisch anders die Bedingungen möglicher Verfolgung verfügt. Der Zweite Weltkrieg, im besonderen die Schlacht um England, produzierte Maschinen, die Menschen und Maschinen verfolgen. Claude Shannon und Norbert Wiener entwerfen zwei grundverschiedene Lösungen, wie Flugabwehrsysteme angreifende Flugzeuge einfangen. Wieners Verfolgung besteht in einer Spektralanalyse der unbekannten Intention eines menschlichen Piloten. Während seine Signalanalyse Lesen und Interpretieren einer Botschaft in Echtzeit ist, geht der Nachrichtentechniker Shannon von der Redundanz der Signale aus. In Wieners intersubjektivem Spiel der Verfolgung besteht die Steuerung von Maschinen in der Berechnung eines Adressaten. Shannon, weil er die Strategien der gegnerischen Apparatur schon durchgespielt hat, muß nur noch ein apriorisches Wissen von Maschinen befehlen. Shannon optimiert die Adresse einer Botschaft. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist Spieltheorie integraler Bestandteil einer Medientheorie. Und die Geschichte der Medien läßt sich entweder als die Intersubjektivitätsstruktur von Menschen und Medien nachspielen oder als Möglichkeitsstrukturen von Medien durchspielen.