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abstract: Interface-Kulturen- Medientheoretische Mythenbildungen ...
(Medium=Massage, Klicken & Browsen = Schreiben,
Jeder = Autor, es gibt keineSoftware ...)
.... brechen sich in den alltäglichen Gebrauchsweisen neuer Medien ebenso wie in den sozialen und kommunikativen Praktiken der Netzkultur (Mailinglisten, Freie Software, Codepoetry, Ascii-Art, kollaborative Schreibumgebungen ...)
Ja, Ja. Schon Nietzsche versuchte, mit der Kugelkopfschreibmaschine zu denken: "Das Schreibzeug arbeit mit an unseren Gedanken." Der Mythos ist eine Aussage. Der Rest ist eigentlich bekannt und wird immer wieder aufgekocht: die technischen Medien vollziehen die Dekonstruktion sämtlicher Subjekt-, Autor- und Diskurs-Funktionen, Computer und Netzwerke werden zur Basis Kulturtechnik für virtuelle Arbeit, virtuelle Kulturen und Gesellschaften. Der Philosph sitzt mit seinem Laptop oben auf dem Berg und denkt, das seinen alles nur Metaphern, während der Medienwissenschaftler die Neuerscheinungen zum Thema auf seinem Desktop ordnet und vergeblich versucht, screenshots aus "Matrix reloaded" in seinen neusten Essay einzubauen.
Eine Umkehrung der Perspektive aus dem Inneren der Informationstechnologie heraus ist ebenso denkbar: Hypertext, Multimedia und Netzwerke nicht als Rezeptionsphänomen, sondern als kulturelle diskursive Praxis:
Avantgarde als Software zu betrachten (und zu benutzen) , Datenbanken als symbolische Formen ... jedes kulturelle Objekt auf die eine oder andere Art und Weise einen Palm Pilot (Manovich) oder ein Suchlauf in Google zu betrachten.
mp3 is free, why not txt? (fragt Sebastian Lütgert alias textz.com.
... die nach-medialen virtuellen Gerätschaften und Environments
produzieren und prozessieren Informationen, Wahrnehmungen, Erfahrungen und spiegeln, erweitern, verwerten und verwerfen die Subjektivitäten von Userinnen ... werden zu Sozialer Software. Digitale Diskurse: Netzwerkeffekte, Intertexte.
An den Schnittstelle arbeiten:
die alten Fragen (wer spricht, wer kontrolliert die Zirkulation von Ideen, die Links ...?)
neu bearbeiten:
vernetzte künstlerischen Praktiken, die auf der Basis von Freier
Software im weitestem Sinne laufen, ermöglichen Praktiken jenseits
globalisierter Verwertungszusammenhänge und schliessen an subversive
avantgardistische Entwendungsstrategien an:
Junggesellenmaschinen, soziale Plastiken, offene Kunstwerke,
inter-textuelle Schreibpraktiken, situationistisches Umherschweifen,
Neubesetzungen von öffentlichen und privaten Räumen (flash mobs), Sabotage, Fehlschaltungen, soziales Hacken, opensource und open-content ...
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