kein aussen des textes? (die unvermeidliche gebrauchsanweisung: reame.first!)
jeder film, jedes computerspiel, jedes buch, jeder text ... (jeder bürger?) hat eine entsprechende adresse im netz - so auch dieser ...
... wobei dieser text das verhältnis referenz/original, link-ziel und link-absprung auf den kopf stellt:
... während ich (zumeist in der ersten fussnote der meisten texte aus der letzten zeit, z.b. ???) immer behauptet habe, es gäbe eine NETZ-EXTENSION zu dem jeweilen (gedruckten) text, also die möglichkeit der annotaion, der aktualisierung, des weiterschreibens des betreffenden textes - sei es seitens des (vermeindlichen) autors oder auch eben gerade seitens der leserin, der somit auch gleichzeitig versprochen wird, eben in dieser EXTENSION des drucktextes eine aktive leserin werden zu können, selbst in den text eingreifen, ja letztlich sogar zum (mit-) autoren des textes werden zu können, den sie gerade eben noch im buch gelesen hat ...
... ist dieser netztext keinesfalls nur so ein anhängsel zu einem drucktext, kein SUPPLEMENT (-> Derrida) zu einem angeblich irgendwo erschienenem original-text (mehr), sondern er ist, was er ist: ein text aus dem netz - und im netz, d.h. er ist weniger zum lesen (in klassischer manier) gedacht, als vielmehr zum browsen, zum stöbern, zum (ab-)springen.
DISCLAIMER
hiermit bestätige ich:
( ) dieser text ist: not for reading
( ) but for feeding
werkzeugkiste
ich schütte also meinen zettelkasten aus, leere meinen paperkorb und lade all diese fragmente, aus denen ich (angeblich) am xxx. in Hannover auf Meyers Hof auf der Konferenz xxx, dem Symposion, das dem Buch, das sie zwar gerade nicht lesen, in dem aber zumindest die URL dieses textes anstelle eines textes von mir abgedruckt ist, eine rede gehalten haben soll. also doch (wie immer) eine art ursprungsmythos dieses textes:
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Heiko Idensen
Cultural Software
Schnittstellen postmedialer Ästhetik
Siehe http://www.hyperdis.de/culturalsoftware *
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Am 25.5.02 hielt der deutsche Hypertextpapst Heiko Idensen auf dem Fachforum »Kunst
und Technik« einen Vortrag über »Cultural Software. Schnittstellen postmedialer Ästhetik«.
Statt eines Manuskriptes hatte er einen Haufen von Büchern, Zettel, Broschüren, CD-ROMs
vor sich ausgebreitet, sein (derzeitiges) Laboratorium. Er hielt eine Rede, die das ausgebreitete
Material zeigte, zitierte, kommentierte, fragmentierte, nutzte. Diese Rede war ein einmaliges
Ergeignis. Es komponierte das ausgebreitete Material zu einer einmaligen Redesequenz. Im
Nachhinein, in der Erinnerung, war diese Rede ein Hypertext, ein Verweissystem, ein Bündel
von Fäden, die genau so nicht wieder verknüpft werden können. Heiko Idensen forscht nicht
nur über und im Hypertext, sondern spricht auch Hypertext. Ein Hypertext verwirklicht sich
erst in der Anwendung, im Sprechen, Schreiben, Lesen. Die Rede ist gehalten. Hier im Buch
ist darum ein Link zu finden, ein Verweis auf eine andere Anwendung dieses Hypertextes.
Torsten Meyer
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meine erste idee, diese programmatische text-einleitung, die für mich gleichzeitig eine produktionsanweisung ist (stelle etwas an die im buch angegebene adresse ins netz, das eben deinen (im buch) fehlenden begründet oder vielmehr entgründet - oder diesen ersetzt?
schreiben und denken im hypertext?), einfach zu nehmen und jedes wort zu einer absprungmöglichkeit zu machen - den ankündigungstext also zu einer art index für suchmaschinen- recherchen zu machen, mit der die leserin von der (noch) leeren buchseite in die labyrinthischen verzweigungen vernetzter texte zu locken!
hypertext als generalisierte fussnote?
eine rhetorik des ankommens und abfahrens (-> verweis, wie sie schon in der frühzeit der hypertext-euphorie versprochen (und eingefordert) wurde - ist damit allerdings immer noch nicht geliefert!
es geht also nicht darum, etwas nachzulesen, etwas wiederzulesen, etwas vorzulesen, sondern eher darum, etwas AUSZULESEN (->LINK!!), also der normierten STANDARDISIERTEN kulturellen Software, die im standard-betriebssystem kunst / literatur / theorie ebenso vorherrschend ist wie in der sprichwörtlichen proprietären STANDARD-SOFTWARE, der systemumgebung also, auf der dieser text läuft, d.h. die kulturelle software, mit der er geschrieben und gelesen wird.
das geht nun aber über die frage des verwendeten editors (-> kritik an MS word in tp) oder browsers (-> IOD: webstalker) weite hinaus:
die ästhetisch / literarisch als auch theoretisch interesanten momente sind nun aber gerade die, die eben einen solchen standard-gebrauch überschreiten und andere utopische GEBRAUCHSWEISEN versprechen, andeuten oder im ansatz ermöglichen: in der literatur hieß es immer: der leser muß zum leser seiner selbst werden (proust), zum autor des gelesen textes (calvino) ...
netzästhetik.de (oder adé?)
... aber es hilft alles nichts!
wenn aber nun dieser text aber weder die charakteristik der NACHTRÄGLICHKEIT (zur rede oder zu einem buch-text (-> www.reinald.goetz.de oder all die anderen falschen netz-literaten, schafe im wolfspelz!), noch der EXPRESSIVITÄT ... gilt - was dann?
man braucht weniger zu fragen, was er dasrtellt, repräsentiert, bedeutet etc. pp., sondern vielmehr was er prozessiert, produziert, was er auslöst .. kurz: wie man mit ihm als werkzeugkiste arbeiten kann. ein thema, das schon deleuze/guattari für den umgang mit ihren text-netzwerken gefordert haben:
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"das buch hat aufgehört, ein mikrokosmos nach klassischer und abendländischer art zu sein. das buch ist kein bild der welt und noch viel weniger signifikant. es ist noch schöne organische totalität, auch nicht mehr einheit des sinns. michel foucault antwortet auf die frage, was für ihn ein buch sei: eine werkzeugkiste. (michel foucault (1976): mikrophysik der macht, berlin, 45) und proust, dessen werk voller bedeutungen stecken soll, meinte, daß sein buch wie eine brille sei: probiert, ob sie euch paßt; ob ihr mit ihr etwas sehen könnt, was euch sonst entgangen wäre; wenn nicht, dann laßt mein buch liegen und sucht andere, mit denen es besser geht. findet die stellen in einem buch, mit denen ihr etwas anfangen könnt.
wir lesen und schreiben nicht mehr in der herkömmlichen weise. es gibt keinen tod des buches, sondern eine neue art zu lesen. in einem buch gibt' s nichts zu verstehen, aber viel dessen man sich bedienen kann. nichts zu interpretieren und zu bedeuten, aber viel, womit man experimentieren kann. ein buch muß mit etwas anderem 'maschine' machen, es muß ein kleines werkzeug für ein außen sein."
(deleuze, gilles; guattari, félix (1977): rhizom, berlin (originaltitel: rhizome. introduction (1976), paris, 40) |
wie könne dieser text netz-intensitäten produzieren?
indem er verweisdichte erzeugt (indem er googelt sozusagen)?
oder durch eine extreme anreicherungung des assoziationsfeldes (-> assoziationsblaster)?
oder, indem er behauptet, ein systemtheoretisch inspiriertes tool zu sein (-> niclas)?
.. er wäre dann nicht lesbar, sondern (im sinne r.b.s) schreib-bar.
heisst daß, daß man ihn nur anzutippen braucht, damit er inter-agiert - oder. daß er sich von selbst liest, kopiert, verbreitet? (language is a virus?)
aber fangen wir entlich mit dem thema an und beschäftigen uns nicht mehr länge mit der oberfläche des textes ...
warum als fluchtpunkt des textes kulturelle software wählen - und nicht (mehr) die inter-aktion (-> suhrkamp-band) oder die frage der digitalen autorschaft (-> text ohne autornamen!), der virtuellen text-arbeit oder der poetik des hypertextes oder der gemeinschaftlichkeit des schreibens im netz (-> netz-kunst-wörterbuch und schreiben-am-netz)?
vielleicht, um zu betonen, daß es weniger um inhalte geht (die es gilt ins netz zu stellen - oder auch aus dem netz zu fischen- ls vermeindliche kulturelle kompetenz des netzwerkens mißverstanden, sondern daß es um die SOFTWAREN (im ganz umfassenden sinne!) geht, mit denen wir schreiben und lesen:
also eine debatte für kulturwissenschaftler, digitale Pädagogen, revolutionäre medienschaffende, coder, hypertexter, umgeschulte oder auch arbeitslose akademiker (p.s. ich suche gerade einen job! mailme!) genau in der (austast-) lücke zwischen opensource und openconten (-> links):
kulturelle software eben.
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die rede auf der tagung
sense&cyber - 25.5.2002 in hannover
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everything2.com: keyword poesis
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Die Bibliothek als Schnittstelle von Medien, Diskursen und Dokumenten
Die IMAGINÄRE BIBLIOTHEK (Web-Version, 1995)
Die IMAGINÄRE BIBLIOTHEK (Inhaltsverzeichnis)
DOKUMENTATION POOL-PROCESSING (1991-1993)
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ZITAT-SAMMLUNG: Themenkomplex ENZYKLOPÄDIE
erste ENZYKLOPÄDIE-Version (2210.2000, Kassel)
nic-las: autopoppoetische Informationslandschaft: kollaborative Enzyklopädie
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links to go:
codecrunsher (hypermedia performance)
NetzKunstWoerterBuch_SWIKI
hypertext-hotel
The first collaborative Sentence
Florian Cramers Text-Maschinen
Shredder 1.0
Cut it up!
AltaVista - World / Translate
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Netz-Werk-Kultur-Techniken (erweiterter Zwischenbericht (PDF)
science-fiction (SS 1999): kollaborative Oberfläche BSCW)
SS 99
CD-ROM "Konfigurationen zwischen Absturz und Wirklichkeit"
codecrunsher: mulimedia-event
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email an HEIKO IDENSEN
Suche mich im NETZ ... (Google)
"Idensen" im Assoziationsblaster
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