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ausstellung: foto-graphie - bio-graphie |
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Es gibt keinen Tod des Buches ... sondern eine neue Art zu Lesen und zu schreiben! "Medien haben keine Adresse
Diese website ist eine Oberfläche, ein Durchgangsort, eine Schnittfläche, eine halb-durchlässige Membran, ein Netzwerk von Textbausteinen, ein Palimpsest, ein Wunderblock, eine Aufzeichnungsmaschine, eine Anweisung ... "... den fixierten Sinn der Sätze zerschneiden ... gedankenlose Touristen des Wortes einer Vibrations-Massage unterziehen ... das Medium ist Massage ... das Wort fällt ... und mit ihm das BILD dessen, was es bezeichnet, Durchbruch im grauen Raum ..." erlösen die Hypertexte vielleicht wieder aus ihrem endlosen Verweiszusammenhang und der Beliebigkeit ihrer Verknüpfungen und strahlen aus auf die Gestaltung" gesellschaftlicher Felder (virtuelle Arbeit, virtuelles Geld, virtuelle Wissenschaft, virtuelle direkte Demokratie, soziale Software ). Denn die Texte im Netz sind niemals geschlossen, finden kein definitives Ende ... This website is a different one: a surface, a place of transition, a surface of intersection, a semi-permeable membrane, a network of text building blocks, a palimpsest, a mystic writing pad, a recording machine, instructions ... |
Basierend auf der Systemtheorie von Niklas Luhmann liegen die Basisoperationen in vielfältigen nicht-linearen Verknüpfungsmöglichkeiten von Textstellen und Zitaten (automatische Verknüpfungen nach Keywords ebenso wie ein differenziertes Meta-Auszeichnungssystem für Personen- und Sachregister oder Zuordnungen und Zugriffsrechte für verschiedene AutorInnen) und in dynamischen diskursiven und kommunikativen Operationen (wie intuitive und assoziative Annotation und Kommentierung) begründet. Gerade diese Verbindung von hierarchischen und rhizomatisch-chaotischen Strukturen ermöglicht eine intertextuelle Praxis des Schreibens mit Synergieeffekten zwischen Lesen und Schreiben, wie sie in den emphatischen Debatten um den Text-Begriff in den sechziger Jahren und im Poststrukturalismus theoretisch entwickelt wurde. ... nic-las is a vital digital medium, which (at least partially) does what users want to imagine. nic-las creates the possibility of inscribing oneself into the open digital spaces and still remaining observable there for oneself, to begin with, and others. based on the systems theory of niklas luhmann, the basic operations are found in the manifold non-linear possibilities for linking text passages and quotations ... |
"Das Buch ist das radikalste Interface für den Entwurf virtueller Welten [...]. Plötzlich flackert der Bildschirm. [...] Es wurde gesprochen, getanzt, gesungen, geliebt, verdoppelt, erzählt, geknotet, gebetet, wiederholt, rezitiert, vergessen, eingeritzt, eingebrannt, gemalt, gemeißelt, geschrieben, in Tabellen gelistet, in magischen Formeln versteckt, gedruckt, gebunden, verlegt, als Fußnote an den Rand gedrängt, indiziert, gereimt, gezählt, formalisiert, kodiert, kompiliert, gespeichert, gescannt, als Muster wiedererkannt, übertragen, gefaxt, verschlüsselt, komprimiert, optimiert, transformiert, konvertiert, genormt, gelöscht, gelinkt, überschrieben, als Absprungsort markiert, zum Objekt erklärt, als Programm aktiviert, das Worte schafft [...]. Das Universum, das andere die Bibliothek nennen, setzt sich aus einer undefinierten, womöglich unendlichen Zahl ineinander verschachtelter Bildschirme zusammen." Heute wissen wir, dass ein Text nicht aus einer Reihe von Wörtern besteht, die einen einzigen, irgendwie theologischen Sinn enthüllt (welcher die &Mac226;Botschaft des Autor-Gottes wäre), sondern aus einem vieldimensionalen Raum, in dem sich verschiedene Schreibweisen [écritures], von denen keine einzige originell ist, vereinigen und bekämpfen. Der Text ist ein Gewebe von Zitaten aus unterschiedlichen Stätten der Kultur. [...] Ein Text ist aus vielfältigen Schriften zusammengesetzt, die verschiedenen Kulturen entstammen und miteinander in Dialog treten, sich parodieren, einander in Frage stellen. Es gibt aber einen Ort, an dem diese Vielfalt zusammentrifft und dieser Ort ist nicht der Autor [...], sondern der Leser. Der Leser ist der Raum, in dem sich alle Zitate, aus denen sich die Schrift zusammensetzt, einschreiben, ohne dass ein einziges verloren ginge. Die Einheit eines Textes liegt nicht in seinem Ursprung, sondern in seinem Zielpunkt. [...] Die traditionelle Kritik hat sich niemals um den Leser gekümmert; sie kennt in der Literatur keinen anderen Menschen als denjenigen, der schreibt. [...] Wir wissen, dass der Mythos umgekehrt werden muss, um der Schrift eine Zukunft zu geben. Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen mit dem Tod des Autors." (Roland Barthes) Nicht das Taschenbuch, die mailbox, der Hypertext oder das ebook ist revolutionär, sondern der Gebrauch, den wir davon machen. |
Diese HYPER-Texte sind kompatibel, sie laufen auf verschiedenen Plattformen, Betriebssystemen, diskursiven Konstellationen als work-in-progress weiter, wobei sie den Leserinnen verschiedene Oberflächen, Lese-Optionen, Darstellungsweisen, Interfaces
anbietet - zuweilen auch mit Schreibmöglichkeiten, Eingabefeldern ... Die Poesie muß von allen gemacht werden! [...] Die Urteile über die Poesie haben mehr Wert als die Poesie selbst. Sie sind die Philosophie der Poesie. [...] Das Plagiat ist notwendig, der Fortschritt schließt es ein. Es folgt eng dem Satz eines Autors, bedient sich seiner Ausdrücke, tilgt eine falsche Idee, ersetzt sie durch eine richtige Idee. [...] Die Poesie muß die praktische Wahrheit als Ziel haben. [...] Ein Dichter muß nützlicher sein als irgendein anderer Bürger seiner Sippe. [...] Es gibt nichts Unverständliches. [...] Die Verzweiflung führt den Literaten unerschütterlich zur massenhaften Abschaffung der göttlichen und gesellschaftlichen Gesetze und zur rhetorischen und praktischen Bosheit. [...] Ich werde keine Memoiren hinterlassen. [...] Es gibt eine wenig stillschweigende Übereinkunft zwischen dem Autor und dem Leser, gemäß der der erstere sich als Kranker bezeichnet und den zweiten als Krankenwärter akzeptiert. Es ist der Dichter, der die Menschheit tröstet. Die Rollen werden willkürlich vertauscht. [...] Von den Worten zu den Gedanken ist es nur ein Schritt. [...] Jetzt Musik!" |